Risiken

Zahnersatz durch Implantate

Der Durchbruch für die dentale Implantologie gelang im Jahr 1952, als die Forschung des schwedischen Professors Per-Ingvar Brånemark über die "Osseointegration" dazu führte, dass Patienten erfolgreich Titanstifte als Zahnwurzelersatz in den Kieferknochen eingesetzt werden konnten.

Im Laufe der Jahre wurde die Implantologie immer weiter verbessert, so dass mittlerweile mehr als 95 Prozent der Implantate mit dem Kieferknochen verwachsen. Ein zentrales Problem bleibt aber weiterhin die langfristige Haltbarkeit der Zahnimplantate.

Risiken der Implantatversorgung

Die Implanttherapie ist in vielen Zahnarztpraxen mittlerweile eine Routineversorgung. Im Gegensatz zu anderen prothetischen Versorgungen wie künstliche Hüft- oder Kniegelenke ragt das Zahnimplantat permanent aus dem Körperinnern heraus in die dicht mit Keimen besiedelte Mundhöhle hinein. Die Gefahr einer Entzündung ist daher auch nach einer sehr guten Einheilung in den Knochen bei einem Zahnimplantat größer als bei anderen Implantaten. Außerdem unterscheidet sich das Zahnfleisch um ein Implantat wesentlich von dem an einem natürlichen Zahn. Es liegt weniger dicht an, so dass Bakterien leichter eindringen können. Diese Bakterien können Entzündungen auslösen, die die Langlebigkeit des Implantates gefährden.

Folgende Faktoren fördern die Langlebigkeit von Implantaten:

Als Risikofaktoren für die Langlebigkeit von Implantaten gelten:

Folgende Erkrankungen können auftreten:

Periimplantäre Mukositits

Periimplantitis

Für entzündungsfreie Implantate

Um dieser Gefahr zu begegnen und wirkungsvolle Konzepte für den Langzeiterfolg von Zahnimplantaten zu entwickeln, wurde im Jahr 2006 die Academy of Periointegration (AP) gegründet.

Dieser Zusammenschluss von Experten definierte Designverbesserungen und medizintechnische Optimierungen, um die entzündungsfreie Einbettung von Implantaten in das umgebende Zahnfleisch auch langfristig zu garantieren. Dieses neue Prinzip der gesunden und langfristigen Gewebeintegration von Zahnimplantaten bezeichneten die Forscher als "Periointegration".

Schema eines Zahnimplantates
Ein Implantat besteht in der Regel aus dem Zahnersatz [1],
dem Implantataufbau [2]
und der Implantatschraube [3].